angelika kerschhaggl-linder

visuelle orthoptische rehabilitation

Diese Diskussion gibt es seit vielen Jahren. Mit einer 2009 durchgeführten randomisierten Studie wurde erstmals nachgewiesen, dass eine Verbesserung des Gesichtsfeldes, d.h. Erweiterung des Gesichtsfeldes, nicht gibt. Egal mit welcher Methode. Viele Patienten entwickeln spontan eine unruhige Fixation mit asymmetrischen Fixationsbewegungen zur blinden Seite. Dadurch wird die Gesichtsfeldgrenze in der konventionellen Perimetrie zur hemianopen Seite hin verschoben (TRAUZETTELKLOSINSKI, REINHARD 1998). Zusätzlich führen viele Patienten auch spontan größere Augenbewegungen zur hemianopen Seite durch, um ihr Blickfeld zu vergrößern.

  • Peter Frommelt, Holger Grötzbach (Hrsg.): NeuroRehabilitation. Grundlagen, Praxis, Dokumentation. Blackwell, Berlin u. a. 1999, ISBN 3-89412-321-4.
  • Reckert Iris, Was kann man für Hemianopsie-Patienten in der Praxis tun? Z.prakt.Augenheilkunde 35:323-328(2014)
  • Roth T, Sokolov AN, Messias A, Roth.P., Weller M., Trauzettel-Klosinski S. Sakkadentraining verbessert visuelle Exploration bei Hemianopsie Eine randomisierte kontrollierte Sutdie, Z.prakt. Augenheilkunde 30:403-410(2009)
  • www.nanosweb.org/files/public/german_homonymous_hemianopia.pdf homonyme Hemianopsie
  • G. Kerkhoff, E. Stögerer, U. Münßinger, G. Eberle-Strauss: Diagnostik zerebraler Sehstörungen. EKN-Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie, München 1991.
  • Christine Paul: Reha-Sehtraining. Therapieleitfaden für Orthoptistinnen. Diagnostik und Therapie zerebraler Sehstörungen nach erworbenen Hirnschäden. Praefcke, Ravensburg 1995, ISBN 3-9801412-1-7.