angelika kerschhaggl-linder

visuelle orthoptische rehabilitation

buch hemianopsie

Rund 30 bis 40% aller Patienten mit erworbenen Hirnläsionen, z. B. nach Schlaganfall, Hirnblutung, Hirntumoren und degenerativen Erkrankungen leiden, abgesehen von ihrer Primärerkrankung, auch unter Sehproblemen unterschiedlichster Ausprägung.

Die beiden häufigsten Indikationen für eine visuelle, orthoptische Rehabilitation sind zentrale Ausfälle des Gesichtsfeldes, welche die Sehschärfe herabsetzen, und flächenhafte periphere, insbesondere halbseitige Ausfälle im Gesichtsfeld, welche die Orientierung im Raum erschweren.

Typische Sehstörungen

  • Gesichtsfeldausfälle (z. B. homonyme Hemianopsie; homonyme Quadrantenanopsie)
  • fehlende räumliche Orientierung (z. B. Anstoßen; Übersehen)
  • Lesestörungen
  • visueller Neglect (Vernachlässigung einer Raumhälfte)
  • Schwindel
  • reduziertes Sehvermögen
  • Doppelbilder (werden in der Augenarztordination mit Orthoptistin behandelt)