angelika kerschhaggl-linder

visuelle orthoptische rehabilitation

Zentral bedingte Sehstörungen (cvi - cerebral visual impairment) können bei der ophthalmologischen Standarduntersuchung und der orthoptischen Zusatzuntersuchung festgestellt werden.

Nach einer gründlichen augenärztlichen Untersuchung (inclusive Pupillenerweiterung) wird die Orthoptistin zunächst beim Augenarzt/bei der Augenärztin einen erweiterten orthoptischen Status durchführen. Anschliessend wird ein cvi-screening  gemacht und wenn dieses auffällig ist, wird eine genaue cvi-Abklärung empfohlen. Diese orthoptische Funktionsdiagnostik wird von mir als Hausbesuch angeboten.

cvi Logo

 

Vergleicht man die Augen mit einem Fotoapparat, dann ist die Netzhaut der Film oder Chip. Die Entwicklung und „Sichtbarmachung“ des aufgenommenen Bildes erfolgte früher im Fotolabor, heute am Bildschirm eines digitalen Mediums. Netzhaut, Sehnerv und primäres Sehzentrum leiten die Bilder an sehr viele Regionen des Gehirns, wo in seriellen und parallelen Verarbeitungswegen das gesehene Bild sichtbar und bewusst gemacht und anschließend im Gedächtnis gespeichert wird. Vergleichbar mit dem Fotoalbum oder der Bildergalerie am Handy. Durch angeborene oder frühkindlich erworbene Hirnschäden kann die Wahrnehmung, Weiterverarbeitung und Speicherung der visuellen Informationen gestört sein.